Der Spree-Bogen – Carl Bolle und sein Vermächtnis
Zu den volkstümlichsten Figuren und bekanntesten 
Unternehmerpersönlichkeiten der Berliner Geschichte gehört zweifellos Carl Bolle. Auf einem Gelände im Bezirk Tiergarten,, direkt an der Spree, hatte er vor über hundert Jahren den Ruf seines Unternehmens begründet. Auf einem rund 40 000 Quadratmeter großen Grundstück schuf er den für damalige Zeiten modernsten Milchhof Europas. Der Meierei Bolle kam das Verdienst zu, nach jeweils neuesten bakteriologischen Erkenntnissen einen hohen lebensmittelhygienischen Standard bei der Milchversorgung gesetzt und bewahrt zu haben.
Mit dem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Bolle-Meierei zusammen entstand in buchstäblich greifbarer Nähe zum Regierungsviertel ein ins Auge springender Komplex – „Der Spree-Bogen“ – eine Kombination beachtlicher architektonischer Bauten, die das Gesicht der Stadt Berlin als moderne Metropole mitbestimmen, und das Sitz des Bundesministeriums des Innern ist.
Der aufwändige Textbildband enthält folgende Beiträge:
Hans Pohl
Berlins Wirtschaft – Von Preußens Residenz zur Hauptstadt Deutschlands (1700 bis 1995)
Felix Escher
Die Geschichtslandschaft an der Spree zwischen Stadtschloss und Zitadelle (12. Jahrhundert bis 1886)
Dieter Vorsteher
Der Gewerbefleiß zieht nach Moabit (1752 bis 1911)
Volker Koop
F. A. Schumanns Porzellanmanufaktur – Beginn der Industrialisierung Moabits (1826 bis 1880)
Andreas Hoffmann / Klaus Dreher
Meierei C. Bolle: Ein fortschrittliches Unternehmen (1882 bis 1995)
Peter Lemberg
Architekturgeschichte der Meierei Bolle in Moabit (1832 bis 1983)
Ernst Freiberger
Anspruch – Dialog – Lösung
Hans von Bülow
Der Gutachterwettbewerb
Horst Porath
Ein schönes Stück Stadt
Bürgerinitiative Karnickelberg
Guter Wille führte zum Kompromiss
Volker Koop
Das Büro-Centrum mit dem außergewöhnlichen Drumherum
148 Seiten, in Leinen gebunden, zahlreiche sw- und Farbabbildungen und – Fotos, Berlin 1995
ISBN 3-89488-088-0
