Projekte der "Sonnenblume"

Mit einer besonderen Veranstaltungsreihe, der "Moabiter Brücke", wurde das Programm erweitert. Hier berichten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und verschiedensten Gebieten des gesellschaftlichen Lebens aus ihrem Tätigkeitsbereich und nehmen zu aktuellen Themen Stellung.
Der "Dialog der Generationen" soll darüber hinaus in gemeinsamen Veranstaltungen mit Schülern, Studenten und anderen Vertretern der jüngeren Generation in interessanten Diskussionsrunden und Unternehmungen gefördert werden.


Moabiter Brücke

Man nehme eine Zwiebel und eine Gurke und schneide sie fein. Ein Brötchen kommt zum Aufweichen in lauwarmes Wasser und wird anschließend gut ausgedrückt. Je 150 Gramm Rinderhack und Schweinemett in eine Schüssel geben, Brötchen, Gurke, Zwiebel, grüner Pfeffer und Ei dazu, alles gut vermischen. Mit Chilisauce, Salz, Pfeffer, Senf und Majoran würzen. Aus der Masse flache Bouletten formen und diese in einer Pfanne mit Öl saftig braten. In der Zwischenzeit eine weitere Zwiebel und eine Paprikaschote in Ringe schneiden. Frische Schusterjungs halbieren und kurz unter dem Grill rösten. Zwiebelringe in einer Pfanne braun braten. Die untere Hälfte mit Remoulade bestreichen, dann zuerst Salatblätter, Hacksteaks, gebratene Zwiebelringe und Paprikaringe darauf geben. Noch etwas Chilisauce darauf verteilen und mit der anderen Brötchenhälfte abdecken – und fertig ist die original Berliner Boulette.

Im ARD-Buffett hatte Meisterkoch Rainer Strobel eine treue Fangemeinde. Im „Treffpunkt Sonnenblume“ können ihm Besucher persönlich über die Schulter schauen. Der erfahrene Küchenchef, der in sternengekrönten Küchen arbeitete, und nun Chefkoch des Freiberger-Hotels Abion Waterside im Berliner Spreebogen ist, verwöhnt nicht nur Gourmets. Im Treffpunkt Sonnenblume plaudert er auch gerne aus seinem Leben und zaubert ganz nebenbei gesunde Köstlichkeiten der cuisine légère – alltagstauglich und ohne großen Aufwand für den kleinen Haushalt nachzubereiten.

Unterhaltung und Lebensrat kennzeichnen die eine Seite der Veranstaltungsreihe „Moabiter Brücke". Die andere: aktuelle und kontroverse Themen der Zeit. Bestimmt die Gentechnik unsere Zukunft? Wie überdauerte das Brandenburger Tor? Wohin führt uns die Herzchirurgie und was tun, wenn das Gedächtnis nachlässt? Prominente Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft geben darauf regelmäßig im „Treffpunkt Sonnenblume“ Antworten, darunter Dr. Sabine Bergmann-Pohl, das letzte Staatsoberhaupt der DDR und Fachärztin für Lungenkrankheiten, der Berliner Denkmalschutz-Experte Prof. Dr. Helmut Engel, der renommierte Herzspezialist Prof. Dr. Roland Hetzer oder Prof. Dr. Elisatbeth Steinhagen-Thiessen, ärztliche Leiterin des Evangelischen Geriatriezentrums in Berlin an der Charité. Sie zählt zu den führenden Alternsforschern in Deutschland.

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Dialog der Generationen

Sechzehn Schüler der Moabiter Heinrich-von-Stephan Oberschule und ebenso viele ältere Besucher des „Treffpunkts Sonnenblume“ der Ernst Freiberger-Stiftung am Berliner Spreebogen haben Fotos aus ihrer Kindheit gesammelt und zu jedem Bild eine sehr persönliche Geschichte geschrieben. Zwölf Geschichten sind in einem liebevoll gestalteten Kalender erschienen.
Er symbolisiert das Aufeinandertreffen zweier Generationen, die vermeintlich unterschiedlicher kaum sein können, im alltäglichen Leben oftmals wenig voneinander wissen oder wissen wollen und sich nichts zu sagen haben – besonders in Großstädten wie Berlin, wo Entfremdung und Beziehungsarmut zum Alltag gehören.
Junge und ältere Menschen, die sich entschließen, Gräben zu überwinden, finden im Gespräch Gemeinsamkeiten. So wissen zum Beispiel viele Schüler mit Migrationshintergrund oft von Krieg und Vertreibung, vermissen Verwandte, die sie zurücklassen mussten und suchen Orientierung in einer Welt, die ihren Eltern keine Heimat ist. Auch die Alltagsprobleme der Jugendlichen sind denen ihrer älteren Gesprächspartner aus deren eigener Jugend nicht unähnlich. Aus Misstrauen wächst Vertrauen, aus Fremdheit entsteht Verständnis, Vorurteile werden überwunden. Der Austausch von Erfahrungen, die Bereitschaft, zu verstehen und vom Anderen zu lernen werden zur Selbstverständlichkeit.
Der Kalender ist nicht nur lesenswerte Lektüre, sondern auch Dokument eines neuen Verständnisses über alle Altersgrenzen hinweg.

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